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Nachweis einer Allergie

Es gibt drei Arten, um einen Patienten darauf zu untersuchen, ob er gegen jegliche Stoffe allergisch ist. Das sind 1. Hauttests, 2. so genannte Provokationstests und 3. Blutuntersuchungen.

Hauttests

Sie sind die Standarduntersuchung bei dem Verdacht, dass der Patient gegen bestimmte Stoffe allergisch reagiert. Ein Allergenextrakt wir dabei auf verschiedene Weisen mit der Haut in Kontakt gebracht. Dabei wird dann bei sensibilisierten Betroffenen Histamin freigesetzt, dringt in das anliegende Gewebe und bewirkt dort eine Entzündung.

Der Reibetest wird bei besonders empfindlichen Menschen angewandt. Der Arzt reibt mit dem unter Verdacht stehenden Stoff kräftig an der Unterseite des Unterarms. Bei positiver Reaktion zeigen sich großflächige Rötungen oder Quaddeln.  
Beim Scratchtest wird der Allergenextrakt auf die Beugeseite des Unterarms gegeben und mit einer Lanzette (zweischneidiges kleines Operationsmesser) die Haut 5 mm oberflächlich angeritzt. Somit gelangt der Extrakt in die Haut.  
Die heute am häufigsten angewendete Methode ist der Pricktest, bei dem die Allergenlösung entweder auf den Unterarm oder den Rücken gegeben wird. Durch den Tropfen hindurch wird mit einer Spezialnadel etwa 1 mm in die Haut gestochen.  
Ähnlich wird der Intrakutantest angewendet, nur, dass dabei der Allergenextrakt mit einer feinen Kanüle unter die Haut gespritzt wird. Dieser Test ist jedoch schmerzhafter als der Pricktest.  
Bei Kontaktekzemen greift man zum Pflastertest. Dabei werden Pflaster mit den in Frage kommenden Allergenen versehen und auf den Rücken oder den Oberarm des Patienten geklebt. Da die Kontaktallergie langsamer verläuft, muss das Pflaster zwei bis drei Tage auf der Haut bleiben. Danach wird es abgenommen und das Ergebnis abgelesen.  

Provokationstests

Hauttests sind Provokationstests: Dem Organismus werden Allergene am Erfolgsorgan Haut zugeführt und anschließend kann die provozierte Reaktion dort abgelesen werden. Bei anderen Provokationstests wird das verdächtigte Allergen als Lösung zum Beispiel inhaliert oder in die Nase gesprüht. Anschließend misst man die allergische Reaktion, z. B. die Schwellung der Nasenschleimhaut mittels einer sogenannten Rhinomanometrie oder an den Atemwegen mit einer Lungenfunktionsprüfung.

Der Vorteil eines Provokationstests liegt darin, dass damit die Beschwerde-Auslösung nachgewiesen wird und nicht nur eine Sensibilisierung im Bluttest. Da beim Provokationstest unerwartet heftige Krankheitszeichen bis zum lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock auftreten können, sollte er von einem allergologisch erfahrenen Arzt durchgeführt werden, der über die erforderlichen Gegenmittel und Apparate verfügt

Blutuntersuchungen



Artikel "Allergie". Aus: Wikipedia. Die Freie Enzyklopädie,
URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Allergie
Abgerufen am 01. Dezember 2005, 13.23 Uhr
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